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60. Biennale di Venezia


Der österreichische Beitrag auf der 60. Biennale di Venezia wird 2024 von der Künstlerin Anna Jermolaewa konzipiert und von Gabriele Spindler kuratiert.

Im Mittelpunkt des Beitrags für den Österreichischen Pavillon werden unter dem Titel "A Language of Resistance" Sprache und Ausdrucksformen des gewaltfreien Widerstands stehen. Ein Thema von hoher Aktualität, mit dem sich Anna Jermolaewa in ihrer künstlerischen Arbeit jedoch schon seit langem intensiv auseinandersetzt.

„Die Bestellung von Anna Jermolaewa und Gabriele Spindler macht uns stolz. Jermolaewas Wirken an der Kunstuniversität Linz und ihr großes Engagement für die zeitgenössische Kunst in Oberösterreich machen sie zu einem „Leuchtturm“ der Kunstszene in diesem Land”, zeigt sich Landeshauptmann Thomas Stelzer erfreut.

„Die Biennale Venedig ist die wohl weltweit bedeutendste Kunstausstellung und hat diesen Rang im vergangenen Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Schau leistet nach wie vor einen ungemein wichtigen Beitrag zum ästhetischen, aber auch gesellschaftspolitischen, kulturellen wie auch interkulturellen Diskurs. ... Gerade deswegen ist es mir eine große Freude, dass der österreichische Beitrag für 2024 besonders aktuelle und relevante Positionen einnehmen wird." Und zitiert aus der Jury-Begründung: „Das künstlerische Werk von Anna Jermolaewa zeichnet sich durch genaue Beobachtungsgabe, gesellschaftspolitisches Interesse, konzeptuell-serielle Verfahrensweisen, Leichtfüßigkeit und Witz und die Beherrschung sowie einer Vielzahl von künstlerischen Mitteln wie Video, Fotografie und Installation aus“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer.

„Für mich bedeutet die Nominierung, Österreich bei der Biennale Venedig 2024 zu vertreten, eine unglaubliche Ehre und Verantwortung. Im Jahr 1989 kam ich als politischer Flüchtling aus der Sowjetunion nach Österreich, das zu meiner Heimat wurde. Im Laufe meiner Karriere habe ich eine künstlerische Praxis entwickelt, bei der unterschiedliche Medien zum Einsatz kommen. Meine Arbeit basiert auf Konzepten und Installationen, die das Soziale und Politische, den Humor und den Ernst des Menschseins in der Gesellschaft sowie die Poetik des Alltäglichen berühren. Ich danke für dieses Vertrauen und werde mein Bestes tun, um Österreich gut zu vertreten“, so die Künstlerin Anna Jermolaewa.

Anna Jermolaewa wurde 1970 in St. Petersburg geboren, ist aus der Sowjetunion geflohen und lebt seit 1989 in Wien. Von 2006 bis 2011 war sie als Professorin für Medienkunst am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe tätig, von 2016 bis 2017 als Gastprofessorin für Kunst in zeitgenössischen Kontexten an der Kunsthochschule Kassel. Seit 2018 leitet sie an der Kunstuniversität Linz die Abteilung Experimentelle Gestaltung.
Soloausstellungen zuletzt:
Schlossmuseum Linz (2022), MAK, Wien (2022), Magazin4, Bregenz (2020), Kunstraum Weikendorf (2018), Museum of the History of Photography, St. Petersburg (2017), 21er Haus, Belvedere, Wien (2016) u.v.a. Gruppenausstellungen u.a. Kunsthaus Graz, Badischer Kunstverein, Leopold Museum, Kunsthaus Zürich, Kunstmuseum Liechtenstein u.v.a

Kuratiert wird die Ausstellung von Gabriele Spindler. Sie ist Kuratorin für zeitgenössische Kunst und leitet den Sammlungsbereiche Kunst- und Kulturwissenschaften in der OÖ Landes-Kultur GmbH.

Wie erfolgreich eine Zusammenarbeit der beiden sein kann, zeigt die aktuelle Ausstellung „NUMBER TWO. Anna Jermolaewa“ im Schlossmuseum Linz, die noch bis zum 5. März 2023 zu sehen ist.
Zur Ausstellung erschien ein umfangreiches Katalogbuch, erhältlich im Onlineshop der OÖ Landes-Kultur GmbH. 
Beitrag zu Ausstellung auf dorf TV 

Die 60. internationale Kunstausstellung, La Biennale di Venezia, findet vom 20. April bis 24. November 2024 statt.

Medienberichte

vom 16. Jänner 2023

Radio
Life Radio - OÖ Update um 5 vor halb

Online-Presseartikel
www.derstandard.at
kurier.at 
www.krone.at
www.diepresse.com
www.kleinezeitung.at
www.tips.at
www.vol.at
 

Gabriele Spindler und Anna Jermolaewa; Foto © Maria Ziegelböck

Ausstellungsansicht Anna Jermolaewa NUMBER TWO, Schlossmuseum Linz, 2022; Foto © Michael Maritsch

Anna Jermolaewa: The Penultimate, 2017, Installation (Blumen, Pflanzen, Hocker, Stühle, Blumenständer, Zeichnung) © EVN Sammlung, Maria Enzersdorf

Anna Jermolaewa; Foto © Maria Ziegelböck