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PhD-Programm | Intro

Mit der Umwandlung von Kunsthochschulen in Universitäten der Künste 1998 wurde das wissenschaftliche Spektrum von Dissertationen um Themen und Praktiken der künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung (auch „Arts-Based Research“ oder „Artistic Research“ genannt) erweitert. Das Doktoratsstudium an den Kunstuniversitäten hat seither großen Zulauf erhalten: allein an der Kunstuniversität Linz forschen bereits über 100 PhD-Studierende.
Die Kunstuniversität Linz schafft mit ihrem PhD-Studium einen gemeinsamen Rahmen für herausragende Forschungsprojekte aus, zwischen und quer zu allen an der Kunstuniversität vertretenen künstlerischen, gestalterischen, wissenschaftlichen und technologie-orientierten Fachbereichen und Disziplinen.
Dementsprechend schlagen die bearbeiteten Themen der PhD-Projekte einen weiten Bogen: die Entwicklung von Robotik-Anwendungen in der Architektur, Performativer Urbanismus als soziale Strategie zur Erforschung des Dorflebens, telemeterische Untersuchungen der Migrationsrouten von Störchen, die Bearbeitung von Körperschemata im Queer Tango oder die kritische Untersuchung und künstlerische Bearbeitung dominanter Weltraum-Narrative sind nur einige Beispiele. Unter PhD-Studierende und AbsolventInnen können Sie Themen und Kurzbeschreibungen laufender wie abgeschlossener PhD-Projekte einsehen.
Das PhD-Studium hat eine Mindeststudiendauer von sechs Semestern. Die PhD-Studierenden arbeiten alleine oder im Team an ihren Projekten und werden dabei von einem/einer oder mehreren BetreuerInnen begleitet. Die PhD-Studierenden haben den Status von NachwuchsforscherInnen („early-stage researchers“). Das PhD-Studium dient der Unterstützung und Weiterentwicklung der selbstständigen künstlerischen und/oder wissenschaftlichen Arbeit. Es schafft einen Experimentier- und Möglichkeitsraum, in dem verschiedene Wissensformen und Praxen, kritische Auseinandersetzungen, Innovation sowie originäre Betrachtungsweisen zusammentreffen und in Austausch gebracht werden. Grundsätzlich wird Forschung an der Kunstuniversität Linz ergebnisoffen definiert; Erkenntniswege können sich im Erarbeitungsprozess verändern, ephemere Momente, ungewöhnliche Pfade und diverse Praxen des Erprobens und Verwerfens Teil der PhD-Arbeit sein. Das konkrete Forschungsvorhaben muss durch neue, eigenständige Erkenntnisse und/oder Herangehensweisen zum Wissen innerhalb der für das Projekt zentralen Bezugsfelder beitragen und auch zu einem späteren Zeitpunkt kommunizierbar und kritisierbar sein. Die Entwicklung einer dem Vorhaben entsprechenden Form (Methodik, Material, Medien, sowie das Format der Manifestation der Ergebnisse) aus dem Forschungsprozess heraus ist dabei ebenso wichtig, wie die einer eigenen Sprache bzw. adäquater Medien, um das jeweilige Projekt transparent und nachvollziehbar zu dokumentieren, zu kontextualisieren und zu reflektieren.

Dr. Veronika Schwediauer
veronika.schwediauer@kunstuni-linz.at
T: +43 (0)676 84 7898 2202

Hauptplatz 6, 2. OG
4020 Linz | Austria