Eröffnung: 5. März 2025, 18.30 Uhr; Ausstellung bis 27. März 2025 Bayerhamerstraße 14, Salzburg
Ausstellung des Studio RAUMkultur an der Architekturabteilung der Kunstuniversität Linz.
Mit dem Untertitel zur Ausstellung hören wir auf Pippi Langstrumpf, die als junges Mädchen ein Sinnbild für das Vertrauen auf die eigenen Stärken von Frauen wurde. Pippi prangt als Graffiti am ehemaligen Heizhaus der ersten Frauen-Tischlerei von Linz. Um die Immobilie dieser Tischlerei geht es im Weiteren. Wir vom Studio RAUMkultur haben sie zum Titelsujet der Ausstellung FRAUEN BAUEN gemacht.
ein Portrait der Auftraggeberinnen
Die Arbeit von VFQ und she:works setzt an der Basis an und ermächtigt Frauen, am wirtschaftlichen Leben besser und intensiver teilzunehmen. Was die beiden Organisationen für Frauen und deren Perspektiven am Arbeitsmarkt machen, ist nicht nur inhaltlich großartig, es ist auch österreichweit einzigartig. Eine solche "Frauenpolitik" ist konkret im Hier und Jetzt verankert und dadurch wichtig wie wirksam. Das ist die eine Seite. Nun soll das Projekt dieses Unternehmens selbst gestärkt werden, in dem der zentrale Standort in der Fröbelstraße zu einem Headquarter für die betreibenden Frauen wird und zu einer Heimat für jene Frauen, die hier temporär vorbeikommen. Dieses Bau-Projekt braucht Unterstützung, um mittelbar die gleichberechtigte Stellung von Frauen am Arbeitsplatz und in der Entlohnung umzusetzen.
eine Skizze zur Kooperation
Was ist zu sehen? Im Wintersemester 2023/24 sind im Studio RAUMkultur an der Architekturabteilung der Kunstuniveristät Linz 16 Projekte von Architekturstudierenden im Rahmen einer Kooperation mit dem "Verein für Frauen und Qualifikation" (VFQ) und der "she:works GesmbH" entstanden, von denen 9 hier zu sehen sind. Sie sind als eine "architektonische Machbarkeitsstudie" für den Standort Fröbelstraße 16 zu verstehen. Die Studierenden haben wegweisende Konzepte entwickelt, die nicht nur Räume, sondern auch Vorgangsweisen für ein einzigartiges Frauenprojekt in Oberösterreich gestalten. Und sie haben verstanden, auf welche Weise ein Betrieb für Frauen, der diese auffängt, stärkt und für den Arbeitsmarkt qualifiziert, sich räumlich-organisiert aufstellen muss.
Mit Themen wie "Weiterbauen statt Abriss mit Neubau" (Bestand vorhanden), "Rezyklieren statt Entsorgen" (Materialbibliothek aufbauen) oder "Entsiegelung statt Versiegelung" (Mikroklima schaffen) und schließlich "Mobilitätskonzept statt Tiefgarage" (Verkehr besänftigen) wird schnell klar, dass unsere Zukunft im Bauen vor einer radikalen Wende steht. Im Projekt in der Fröbelstraße 16 im Franckviertel wurde das von den Studierenden exemplarisch durchgearbeitet.
Die Entwurfsprojekte bieten über diese – zeitgemäße, weil "transformierenden" – Lösungen für bauliche Herausforderungen hinaus auch eine Reflexion über die Bedeutung finanzieller Unabhängigkeit für Frauen. Von nachhaltigen Entwicklungskonzepten bis hin zum gemeinnützigen Bauobjekt zeigen diese Studien Potenziale auf, wie physische Umwelt von bzw. für Frauen gestaltet wird. Und sie stellen auch die Frage nach der finanziellen Landschaft, auf der diese Projekte gebaut werden.
KURATION AUSSTELLUNG
Antonia Forster, Assistenzprofessorin im Studio RAUMkultur
GRAFIK AUSSTELLUNG
Katharina Höfler, Atteneder Grafik Design
KOOPERATION PROJEKTLEITUNG Kunstuniversität
Michael Zinner, Leitung Studio RAUMkultur
KOOPERATION PROJEKTLEITUNG VFQ
Christine Heyduk
ENTWURFSPROJEKT im Studio RAUMkultur
Antonia Forster · Natalie Thompson · Michael Zinner
GASTKRITIK
Birgit Kornmüller (Linz) · Alexander Hagner (Wien) · Katharina Forster (Braunau)
STUDIERENDE
Asmae Ben Seghir · Daniel Bracher · Armin Brandstätter · Dzejla Cindrak · Julia Freudenberg · Hanna Greeves ·Vincent Heinrich · Laura Henter · Jannis Holzbrink · Saskia Kamrad · Christina Kraxberger · Carla Manger · Lara Soldan · Katrin Stieber · Magdalena Roch · Lorenz Wimmer
Öffnungszeiten
MO/DI/FR 9.00 bis 12.00 Uhr, DO 13.00 bis 17.30 Uhr
Besichtigung nach Vereinbarung: 0662-872383-11
Salzburg ORF.at
Medienbericht zur Architektur Ausstellung FRAUEN BAUEN